Michael Gormley, Hellmuth Wolff & Harald Vogel (photo: John McKay).

Die Orgel der Christ Church Kathedrale in Victoria, B.C.

Nach mehr als zwei Jahren und über 28’000 Arbeitsstunden ist unser Opus Magnus endlich vollended. Seine Einweihung fand am 12. Oktober 2005 statt. Unsere Monteure und Intonateure lösten sich mehrmals ab und wir haben alle angenehme Aufenthalte auf der Vancouverinsel verbracht. Unsere Kunden haben uns, indem sie uns in schönen Winkeln untergebrachten, gehörig verwöhnt (wie wir’s uns wohl privat kaum leisten könnten). Dagegen wurden die Gläubigen mit einem Instrument beschert, auf das sie stolz sein dürfen, wen wir die vielen Glückwünsche allerseits in Erwägung ziehen dürfen. Wir haben noch nie so viele Leute gesehen, die sich nach einer Zeremonie umarmten - und wir können Sie versichern, dass absolut keine aphrodisische Musik gespielt wurde!

Das Einweihuingskonzert von John Scott war ebenfalls ein Höhepunkt. Er fesselte seine Zuhörer mit seinem Spiel und einem abwechslungsreichen Programm, welches die zartere Seite unseres Instrumentes betonte, ohne die Klangkronen und das Grollen der Rohrwerke am Ende des Recitals zu vergessen. Die Akustik der Kathedrale voller Leute erstaunte uns: Die Orgel erzeigte immer noch einen guten Nachhall.

Vor dem Spiel kommentierte John Scott sein Programm und lobte auch die Orgel. Wenn’s mir mich meine zwinglianische Erziehung nicht verbieten würde, würde ich seine Worte gerne wiedergeben. Leute die dem Konzert nicht beiwohnen konnten, oder die die Fähre verpassten, seien für spätere Orgelkonzerte auf die Webseite der Kathedrale unter Events hingewiesen :
<http://www.christchurchcathedral.bc.ca/>.

Ein Symposium des Westfield Centers mit dem Thema J.S. Bach und süd-europäische Einflüsse fand vom 7. bis 0. Juni 2006 in Victoria statt. Dabei wurde Harald Vogel für seine Laufbahn als Organist, Lehrer und Orgelforscher gewürdigt und ein Buch mit dem Titel Orphei Organi Antiqui wurde ihm gewidmet. (Für Inhalt und Vertrieb, siehe: http://www.westfield.org/)

Außer Herr Vogel beteiligte sich eine Reihe von Künstlern von internationalem Ruf wie William Porter, Eduardo Bellotti, Erica Johnson, Carole Terry und dem Domorganisten Michael Gormley an der Orgel, Colin Tilney am Cembalo und Ulrika Davidsson am Hammerflügel und eine Reihe von interessanten Vorträgen wurde gut aufgenommen.

Für den Erbauer der Orgel war aber eine Jam-Session auf der Empore das Allerschönste. Drei Improvisatoren mit Namen Vogel, Porter und Bellotti führten den 50 Teilnehmern die Orgel mit ihren Zungen, ihren Solo- und ihren verschiedenen Plenamöglichkeiten vor. Die drei Orphei Organi hätten mit ihren hochinspirierten Darbietungen bestimmt eine olympische Trophäe verdient!

   
 

Traurige Nachrichten: Unser Opus 23 brennt nieder

Siehe  St. David's Episcopal Church (1980)

 

 

   

 

 

Die Orgel der Universität North Texas in Denton

Das Instrument der Winspearhalle der Universität Nord Texas (unser Opus Ultimus), wurde über den Sommer aufgestellt und die Intonation geht nun trotz den vielen Proben und Konzerten in der Halle gut voran. Die Deckenreflektoren können zum ersten mal seit der Eröffnung des Murchison Performing Arts Centers (1999) in die oberste Position gehoben werden. Somit wird den Blick zur Orgel freigeben, zudem wächst auch der Nachhall der Konzerthalle durch das gewonnene Volumen.

Ein erstes Konzert wird am 31. März 2008 von Jesse Eschbach bestritten. Weitere Mitglieder der Fakultät folgen im Frühjahr. Vom 20. – 22. Oktober 2008 wird eine Konferenz mit einer vielfältigen Auswahl von folgenden Künstlern stattfinden: James David Christie, Dame Gillian Weir, Jean Guillou, George Ritchie, Matthew Dirst, Carole Terry, Wayne Leupold, James Frazier and Christa Miller.

Bilder der Montage sind hier zu sehen, ebenso die Disposition.

   
 

Im Bau ist ebenfalls eine kleine Serie von Truhenorgeln, davon eine für den Palais Moncalm, den neuen Saal und die Residenz der Violons du Roy. Wir hätten eine 8-4-2-1 1/3 disponieren können, doch seit Daniel Taylor mit seinem Theatre of Early Music Bachs Komm Du süße Todesstunde einspielte, und dabei die Sesquialter meiner Hausorgel verwendete (Atma ACD2 2279), und seit Alexander Weimann dieselbe so brilliant für ein Händelsches Orgelkonzert erklingen ließ, (Atma ACD2 2215), können wir, wie Herr Bach selbst, nicht mehr auf jenes Register verzichten.

Ihre ergebenen Diener :
Hellmuth Wolff et Associés